Ihre Arbeiten sind eine klare Kampfansage an die weiblichen Rollenbilder. Aber sie macht es auf ihre Art. Trotz eines feministischen Ansatzes ist sie keine Feministin. Sie bricht festgefahrene Thesen mit Ironie auf. In ihren Zeichnungen und Collagen erzählt sie Geschichten von Männern und von Frauen. Dabei knistert es da und dort erotisch, es geht um Pornographie, ohne das die Werke pornographisch sind. Ihre Titel sind nicht unwichtig und schnell wird klar, dass ihre Protagonistinnen die Fäden in der Hand haben. Männlich Strenge kombiniert sie mit weiblichem Nippes-Charme: Das Ergebnis sind unkonventionelle Bilder mit einem neuen Blick auf Beziehungen. Ein Blick der Gegensätze vereint: vordergründiger Leichtigkeit und tiefgründiger Nachdenklichkeit. Mit spielerischen Ansätzen wird Ernstes vermittelt. Exaktes und Verträumtes schließen sich nicht aus. Corinne von Lebusa findet einen neuen Zugang, obwohl sie sich auf Traditionen besinnt. Elemente des Comics finden sich da genauso wie der Aquarellmalerei. Diese Einheit im Gegensatz machen ihre Arbeiten einzigartig.
(Moni Brüggeler)