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Corinne von Lebusa

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Guardian, 2015, 70x50cm, Mischtechnik auf Karton
Guardian, 2015, 70x50cm, Mischtechnik auf Karton
Corinne von Lebusa zeigt sich in ihrer Malerei, in ihren Collagen und Zeichnungen sehr aufgeschlossen. Sie erschafft uns mit ihrer subjektiven Mystik die wunderbare Welt eines privaten Kosmos. Die Leichtigkeit und Flüchtigkeit scheinbar banaler Gedanken verbergen geschickt die Brüche im Ensemble. Die Bilder der Künstlerin  weisen uns die Rolle eines Voyers zu , so als schauen wir uns Unerlaubtes an. Die Frage kommt auf, handelt es sich um Unerhörtes, darf ich mir das mit meine Kindern ansehen? Die Antwort ergibt sich aus der heiteren Unschuld welche die Bilder ausstrahlen. Das Auge wird verleitet, den Blick über die Schönheit ihrer wohlkomponierten Arragements in gefälliger Farbigkeit der Bilder umherzustreifen .
Es wandert hier- und dorthin, ist beglückt über die wundervollen fidelen Gedanken der Malerin, das Herz öffnet sich aufgrund von Lebensfreude und der lebensfrohen Bejahung von Eros und Sinnlichkeit im Umgang mit den anderen Geschlecht, also über Beziehungen zwischen Männern und Frauen in einer Unkompliziertheit, wie wir sie wohl alle gern ein wenig mehr hätten. Die Zärtlichkeit und Zuneigung die uns aus Corinne von Lebusas Arbeiten entgegenkommen animieren uns zu beschwingter und aufgeräumter Betrachtung  allzu menschlicher Situationen.
Plötzlich bleibt das Auge  im behaglichen Gleiten über die Bildoberfläche hängen, im Augenwinkel erhebt sich ein kleiner Grad, der schmerzt. Eine fehlende Nase, rote Tränen, ein Gesicht bestehend nur aus Augen, schwarze Haut, eine perfekte Brust, halb übertüncht. Helligkeit, Leuchtkraft und Lebendigkeit werden konterkariert von Dunkelheiten, formalen Irritationen und vermögen den Arbeiten von Corinne von Lebusa eine überraschende Tiefgründigkeit zu verleihen. Abgeschnittene Gliedmaßen, merkwürdige Unfälle bremsen uns, lassen in uns nach einer Resonanz auf eine Botschaft forschen. Ist es nötig auf Alles eine Antwort zu finden, oder erlauben wir uns  von der Schwerelosigkeit ihrer Bildern anstecken zu lassen? Die Künstlerin überlässt uns die Entscheidung. (...)
Die oftmals zentrale Kompostiton der Bilder setzt die abgebildeten Figuren in den Mittelpunkt. Die Künstlerin verwendet zur Erstellung Ihres Euvres Aquarell, Ölfarben, Zeichenstifte, verschiedene Tuschen und diverse Firnisse. Die Collagen werden mit Fotos, farbigen Papieren, folgerichtig auch mit malerischen Mitteln ausgeführt.
Corinne von Lebusa verwendet als Malgrund Finnpappen, die das Malmaterial teilweise aufsaugen und es so zu einer sanften weichen haptischen Anmutung kommt. Die einzelnen Malgründe werden in neueren Arbeiten auch kombiniert und ergeben somit neue Collagen die inhaltlich kommunizieren. Diese komponierten Tafeln haben mitunter die Ausstrahlung einer sehr persönlichen Kapelle.
Corinne von Lebusa bedient sich sowohl allgemein verständlicher Symbole und Zeichen als auch selbst geschaffener Sinnbilder, Schriftzeichen, Worte und Satzfragment. Ihre eigene Forschung gebietet ihr selbst erfundene Symbole und Zitate zu verwenden. Es ist erstaunlich, wie sie diese zu abstrakten Kompositionen zusammenfügt aber auch in ihre figürlichen Bilder einfließen läßt. Zunehmend findet man im Werk der Künstlerin abstrakte Arbeiten, die eine schlüssige Fortführung und Ergänzung bisheriger Arbeit sind. Es ist sehr erfrischend, wie in jedem ihrer Bilder eine eindeutige persönliche Handschrift wiederzufinden ist.  (Rosa Loy)

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