Nick HORTER | Dystopian Scholar
27.06.2026–25.07.2026 | SPINNEREI LEIPZIG
'Meine Arbeit untersucht popkulturelle Narrative. Dazu beschäftige ich mich bevorzugt damit, wie Macht in pop- und subkulturellen Bildwelten – etwa in Trickfilmen, Computerspielen oder Sammelkartenspielen – erzählt wird. Mich interessiert der Schnittpunkt von offenkundiger Fiktion, die nicht vorgibt ernsthaft zu sein, und unterschwellig vermittelter vermeintlicher Realität. Meiner Meinung nach tragen die verbildlichten Geschichten zu einem Worlding bei, also einer Gesamterzählung über die Welt. Die Bildsprache aus diesen Medien stehen als sehr zugängliches Vokabular zur Verfügung, sodass ich es als meine künstlerische Aufgabe sehe, diese zu überprüfen, um sie als Spiegel für zeitgenössisch herausfordernde Themen, wie zum Beispiel das Sterben digitaler Utopien parallel zu einer wachsenden Klimakatastrophe, verwenden zu können.'
Zwischen Heimelig und Unheimlich, Jagd und (F)lausch:
Nicole Collignons Lyrikzyklus setzt sich mit Gewalt und Spiel auseinander, interagierend mit den Malereien Nick Horters. Eine potentielle Bedrohung liegt den Gedichten inne, wird verniedlicht und in Witz gekehrt durch den Mix heutiger und früherer Sprachsysteme. Dabei wird auf eine 2000er Verkauf- und Spielästhetik angespielt.
Die Texte sind teils direkt unter den Malereien angebracht, auf Sammelkarten anspielend durch die Verbindung von Bild und Text.