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Claudia ANGELMAIER - Landscapes

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Ausstellungsansichten
Ausstellungsansichten

Fotografie

Ausstellungsdauer:
17.09.2016 - 29.10.2016

 

Eröffnung zum Rundgang der SpinnereiGalerien

Sonnabend, 17.09.2016, 11 bis 20 Uhr
Sonntag, 18.09.2016, 11 bis 17 Uhr 

 

Wir freuen uns sehr zum diesjährigen Herbstrundgang der SpinnereiGalerien neue Fotoarbeiten aus der Serie ‚Landscapes’ von Claudia Angelmaier zeigen zu können. Claudia Angelmaier, geboren 1972 in Göttingen, studierte Geografie und Anglistik in Nürnberg und Heidelberg, sowie Kunstgeschichte an der TU Berlin. 2006 machte sie ihr Diplom für Fotografie an der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig. Bis 2008 war sie Meisterschülerin bei Professor Timm Rautert. Kürzlich waren ihre Arbeiten in der Ausstellung „Photopoetics“ in der Kunsthalle der Deutschen Bank in Berlin und im Guggenheim Museum in New York zu sehen.

In ihrer künstlerischen Arbeit verwendet Angelmaier vorgefundene Materialien wie Abbildungen, Bücher, Dias oder Postkarten. Diese werden in analogen Fotografien reinszeniert und rekontextualisiert, um medienreflexive Fragestellungen als auch die fotografische Produktion, Reproduktion und Präsentation von Bildern zu untersuchen. Für „Landscapes“ bildet eine Sammlung von Postkarten den Ausgangspunkt, die tausendfach fotografierte Landschaften, wie beispielsweise die Niagarafälle, zeigen. In „American Falls I“ erscheint die nahezu identische Ansicht der Niagarafälle dreifach gedoppelt und ausschnitthaft als Mehrfachbelichtung untereinandergesetzt in einem Bild. Dabei kommt es zu vielfachen Überlagerungen, die das eigentliche Bild in die Abstraktion überführen und somit ironisch den Realitätscharakter der Fotografie hinterfragen. Die Serie „Stripes“ zeigt verschiedene vertikale Streifen, die in einem Bild, ohne dass man eine Schnittkante sieht, aneinandergesplist sind. Die drei Streifen in „Stripes (leaves)“ zeigen genau den gleichen Bildausschnitt und unterscheiden sich nur unmerklich in der Farbgebung. Die Serie erinnert nicht von ungefähr an Teststreifen, die man im Fachlabor bekommt, wenn man eine fotografische Vergrößerung eines Bildes in Auftrag gibt. Diese Teststreifen werden zu Protagonisten der Serie und erscheinen aneinandergereiht - ein neues Bild konstruierend - in einem Bild. Der Betrachter sieht sich mit einem mysteriösen Bild konfrontiert; bei genauerer Betrachtung erscheinen nämlich die fotografierten Blätter als fake, als Nachbildung aus Plastik. In dieser Serie werden die Natur, Traditionen und technischen Prozesse der Fotografie untersucht und deren Abbildungscharakter hinterfragt.


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